{DIY your Closet #8} Shibori-Shopper selbstgemacht

Shibori ist ja so ne Technik, die ich schon ewig mal ausprobieren wollte – um einen Stoff zu färben, den ich dann selbst verarbeiten kann. Und – ha! – genauso hat es sich ergeben, weil Christiane von renna deluxe kürzlich in Wiesbaden einen Shibori-Workshop angeboten hat. Klar, dass ich mir das ansehen musste! Und es hat so viel Spaß gemacht, dass ich im Kopf bereits Pläne schmiede, was ich zuhause ebenfalls in der Shibori-Technik färben könnte. Ich möchte ungefähr tausend Dinge aus Stoffen nähen, die ich im Shibori-Style gefärbt habe.

Passenderweise hat beim Workshop jeder ein größeres Stück Stoff und ein Geschirrtuch zum Färben bekommen – den Stoff natürlich zum Weiterverwerten und Vernähen. Das habe ich nach dem Workshop baldigst in Angriff genommen. Daraus ist mein Shibori-Shopper entstanden, der ebenfalls mein Projekt für die neue Runde #DIYyourCloset ist.


#DIYyourCloset? Das ist eine Mitmachaktion – präsentiert euer selbst- oder umgenähtes Modeprojekt am Ende des Posts, da gibt es wie immer wieder eine Linkparty. Bis Ende August könnt ihr euer Projekt noch verlinken (Neu mit dabei? #DIYyourCloset ist die monatliche Mitnähaktion von Katha (kathastrophal.de und mir. Worum es bei #DIYyourCloset geht und was es an Regeln gibt, erfahrt ihr hier!)


Heute zeige ich euch also meinen Shibori-Shopper und verliere einige Worte zur Färbetechnik Shibori!



Im ersten Schritt überlegt ihr euch, welches Muster ihr gerne haben möchtet – ganz viel Inspiration dazu gibt es zum Beispiel im Buch von Christiane. Die Mustervielfalt ist quasi endlos und ihr könnt eurer eigenen Phantasie freien Lauf lassen. Und wenn ihr nicht beim ersten mal zufrieden seid, keine Panik: Ein Shibori-Meister hat zuvor eine zehnjährige (z.e.h.n.j.ä.h.r.i.g.e.) Ausbildung gemacht, um sein Muster zu perfektionieren. Und ihr lest schon richtig: EIN einziges Muster zu perfektionieren. 

Faltet euren Stoff also nach Belieben und wickelt ein Stück Garn drumherum (richtig schön fest!), sodass ihr ein hübsches und vor allem festes kleines Päckchen habt.



Jetzt wird euer Shibori-Päckchen erst einmal gewässert, denn so kommt das Muster später viel besser raus. Im Anschluss färbt ihr euer Päckchen mit Indigo-Farbe in einem großen Topf. Da spannende an der Indigo-Farbe – wenn man den Stoff herausholt, ist die Farbe zuerst einmal grün! Erst im Kontakt mit Sauerstoff nimmt sie ihre typische blaue Shibori-Indigo-Farbe an. Das ist so faszinierend und der schönste Moment am Shibori-Färben.



Im Anschluss verschließt ihr euer fertiges Shibori-Projekt luftdicht in einem Beutel. Am nächsten Tag könnt ihr es herausnehmen und lasst es einmal allein durch die Waschmaschine laufen. Und schon könnt ihr damit kreativ werden!



Zum Hintergrund: Shibori ist ein ziemlich altes, traditionelles Färbeverfahren aus Japan. Ursprünglich haben das ärmere Menschen entwickelt, um ihre Kleidung immer wieder neu färben zu können, wenn sie untragbar geworden ist – nichts anderes also als ziemlich kreatives Upcycling.


Für mich wurde es diesmal ein wirklich leicht zu nähender Shopper mit Kunstleder-Trägern und Kunstleder-Boden. Der besteht vorne und hinten aus jeweils einem Viereck, die ich aneinander genäht habe. Trotz des simplen Schnittes gibt das Shibori-Muster dem Shopper noch einmal das besondere Etwas, finde ich!




Und wenn ihr jetzt selbst Lust bekommen habt, Shibori färben zu lernen – Christiane von renna deluxe bietet regelmäßig Workshops an, vielleicht gibt es ja etwas in eurer Umgebung? Ich kann es euch nur ans Herz legen!

Die tollen Fotos hat übrigens mal wieder mein Bruder Max gemacht.


Und jetzt seid ihr dran: Tragt euch mit eurem modischen Selbermachprojekt in unser Linkup für den Monat August ein! Und auf geht's zu Katha rüber, man sagt sich, da gäbe es heute eine ziemlich schicke Tasche zu bestaunen. Tragt euch hier ein:


Alles Liebe,
Lisa

Kommentare

  1. Von dieser Färbetechnik habe ich noch nie gehört... dabei ist sie so wunderschön! Irgendwie erfinden gerade die Leute, die nicht so viel Geld haben, immer die besten Sachen, um sich zu helfen, oder kommt mir das nur so vor?

    Und dein Shopper war auch eine gute Idee! Denn der sieht mal wieder klasse aus... so einen will ich auch haben ;)

    Liebe Grüße

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    1. Absolut! Not macht ja in der Regel erfinderisch. :)
      Hach ja, und soo leicht zu machen! ;)

      Liebe Grüße
      Lisa

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    2. Es heißt ja nicht umsonst: "Not macht erfinderisch!" ;)

      Lisa, ich finde die Tasche auch klasse und das ganze DIY your Closet - Projekt sowieso! :)

      LG, nossy

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    3. Haha, so isses! ich freu mich, dass dir unser Projekt so gut gefällt. :)

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  2. Liebe Lisa,
    wo kann man denn die tolle Hose kaufen? <3

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  3. Das noch feuchte Tuch haben wir nur in den Gefrierbeutel gepackt um es transportieren zu koennen, am Endergebnis hat das nichts mehr veraendert. Mich hat der Workshop so inspiriert, dass ich mir nun alle "Zutaten" auch besorgt habe und selbst Versuche starten werde :-)

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  4. Sehr cool geworden! Und ich bin ja auch ganz begeistert von der shibori-Technik. In Kombination mit dem Kunstleder wirkt das echt gut!

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  5. Diese Methode kannte ich noch gar nicht. Sieht sehr schön aus :)

    Liebe Grüße

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