{Short stories} I love to blog

Zuerst wünsche ich euch einen tollen ersten Mai! Ich hoffe, ihr könnt den Feiertag genießen.

Heute gibt es mal etwas Ungewöhnlicheres: einen Post ganz ohne Fotos. Das einzige Bild, das ihr heute hier seht, ist eine gescannte Zeichnung – mal nichts rumretuschiert oder bearbeitet, sondern nur auf den Scanner gelegt. Keine Angst, meiner Kamera ist nichts zugestoßen, der geht es ganz wunderbar, und mit dem nächsten Post geht's hier auch wieder ganz normal weiter.

"Warum dann so ein Quatsch?" Ganz einfach: Beim Short Stories-Projekt von Bine von was eigenes und Andrea von Jolijou geht es darum, sich einmal im Monat im eigenen Blog mal wieder ganz auf das geschriebene Wort zu besinnen – diesen Monat unter dem Motto "I love to blog". Eine großartige Aktion, wie ich finde, die ich euch nur ans Herz legen kann! Ich habe alle Beiträge gespannt verfolgt. Bis jetzt habe ich es noch nicht geschafft, selbst bei einem Motto mitzubloggen. Aber heute geht es dann, statt um Bilderschauen, auch mal um Text – und zwar zu ebendiesem Thema "I love to blog"!


"Ich glaub, ich brauch auch so einen DIY-Blog."

... das war so der erste Satz, der fiel, bevor ich mich dann in den großen Weiten des Netzes schlau machte, was es da so an Möglichkeiten gibt, einen eigenen Blog zu eröffnen. Damals hätte ich mir absolut nicht träumen lassen, dass ich das überhaupt länger durchziehe. Bei spontanen fixen Ideen bin ich manchmal nicht so die große Durchzieherin. 

Manche Ideen werden schlechter, wenn man versucht, sie umzusetzen – wenn es im Kopf irgendwie mehr Sinn gemacht hat, als wenn man damit anfängt. Aber dann gibt es auch diese Ideen, die sich plötzlich noch doppelt und dreifach so gut anfühlen, sobald man sie in die Tat umsetzt. Bei denen man sich ernsthaft fragt, warum man noch nicht vorher auf die Idee kam. Der Blog fällt dabei ganz klar und zu 100 Prozent in die letztere Kategorie. Ich habe mich tatsächlich gefragt, warum ich auf die Idee vorher noch nicht gekommen war. 

Bevor man in die Blogosphäre eintaucht, woran denkt man da bei "Blog"? Also ich dachte aus wirklich unbändiger Naivität heraus nur an Schminkvideos auf Youtube. Die sind oft super, keine Frage! Aber ich bin beim Schminken sehr spießig. Meine Ideen wollte ich aber irgendwie teilen. Und irgendwann stellte ich dann fest, dass es ja tatsächlich Unmengen an Blogs gibt, die sich mit Dingen beschäftigen, die ich gerne mag: Basteln, Werkeln, Fotografie, Dekoration, Design ... nicht nur die großen, bekannterern – auch kleinere, aber nicht minder tolle. Und irgendwann hat's dann "Klick" gemacht  – wann, das kann ich gar nicht so genau sagen – und ich meldete mich auf Blogger an. 

Konkrete Ziele habe ich dabei gar nicht verfolgt. Ich teilte ganz einfach meine DIY-Ideen und freute mich über jede Form von Feedback. Und irgendwann dachte ich, dass ich ja auch nicht den ganzen Tag nur bastle. Und dass auch meine Leser vielleicht noch mehr sehen möchten als nur das. Nun, vor einem Jahr hätte ich noch ganz klar gesagt: Ich schreibe einen DIY-Blog. Aber jetzt ist da viel mehr: Design, Rezepte, Interior, Wohnen und Tipps. Ganz viele Tipps, weil ich es liebe, Tipps zu geben. Und seit ich mich ein bisschen mehr aufgefächert habe in dem, was auf meinem Blog so zu finden ist, macht es doppelt so viel Spaß, weil ich wirklich das Gefühl habe, dass man mit wenigen Klicks und Blicken erkennt, was ich wirklich gerne mache und mag.

Wie ich mich organisiere

Und ein Blog führt sich ja leider nicht von alleine. Eine Stundenanzahl kann ich euch wirklich nicht nennen, weil ich sie nicht parat habe, aber wirklich viele Stunden meiner Freizeit fließen in den Blog. Was super ist, keine Frage! Aber oft habe ich natürlich auch schon die Frage gehört, wie ich mit Vollzeitjob plus Pendeln plus Sozialleben (haha!) den Blog noch führen kann. Nun, ein bisschen Organisationstalent gehört bestimmt dazu, während meines Studiums war das auch noch einfacher. 

Aber alles, was ich hier zeige, ist ein riesiges Hobby von mir. Nicht nur das Bloggen an sich, sondern auch, was dahinter steckt. Ich bastle nicht für den Blog und ich koche schon dreimal nicht für den Blog, sondern ich verblogge, was ich gerne mache. Und so sollte es auch sein. Selbst ohne Blog würde ich nicht aufhören, die Dinge zu tun, die mir Freude bereiten. Da kann ich genauso gut auch bloggen, oder? Im Winter war das Ganze noch etwas schwieriger, da habe ich tatsächlich alle Posts am Wochenende schon vorbereitet, weil abends das Licht zu schlecht zum Fotografieren ist und ich mich ungern mit halben Sachen zufriedengebe. Aber jetzt, wo die Tage länger sind, ist es, um es mit einem Wort zu sagen, gechillt. ;)

Ich plane auch selten lange vor. Meist stelle ich die Posts am Vorabend fertig und programmiere sie dann für den nächsten Tag, weil um 23 Uhr die wenigsten den Text lesen würden. Aber viel weiter  als eine Woche plane ich nie im Voraus.

Text & Bild

Wie auch viele andere Blogs, sind auch aus meinem Blog die Fotos schwer wegzudenken – ich liebe die Fotografie und möchte euch natürlich auch zeigen, was ich liebe. Was mir aber ebenso wichtig ist, auch beim Lesen anderer Blogs, ist ein interessanter und spannender Text zu den Bildern. Nur ein "hier sind meine Fotos, guckt sie euch an", kann schön sein. Noch viel schöner ist es, wenn man selbst noch eine Geschichte zu erzählen hat. Nicht nur zu den Fotos. 

Ich lese gerne witzige Alltagsstories, Gedankengänge, Ideen, alles mögliche! Erst ein schöner Text zu tollen Bildern macht einen Post für mich erst perfekt. Nicht nur mit der teuersten Spiegelreflex ist es möglich, einen schönen Blog zu führen. So!

Denkt daran ...

  • Bloggt über das, was euch Freude bereitet. Nicht über das, von dem ihr denkt, eure Leser wollen es hören. Wenn ihr keinen Spaß daran habt, wird man das merken!
  • Vergesst die Trends! Nur weil pastell grade total angesagt ist, dürft ihr trotzdem zeigen, was euch eigentlich viel besser gefällt.
  • Wenn ihr euch uninspiriert fühlt, müsst ihr euch nicht gezwungen fühlen, trotzdem einen Post zu verfassen. Wartet lieber, bis ihr euch bereit dazu fühlt. Lieber ein super Post pro Woche als hunderte nichtssagende.
  • Und das wichtigste: Habt Spaß dabei! :)

Was ist euch beim Bloggen wichtig? Worauf achtet ihr bei anderen Blogs besonders?


Kommentare

  1. Liebe Lisa, ich gebe Dir in allem was du schreibst recht,
    lieber weniger posten aber dafuer nur, wenn man wirklich spass daran hat und man sich bereit dazu fuehlt. Wenn unter Druck gebloggt wird, wird man das merken.
    Spass sollte man haben, wenn der weg ist, lieber ein kleines Päuschen einlegen....dann gehts meist wieder ganz von allein.
    Sehr schön beschrieben von Dir und viele hilfreiche tipps v.a. fuer Blogneulinge.
    GLG, Brigitte

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  2. Ein schöner Text und bei so vielem kann ich nur ohne Vorbehalt nicken. Ich hab damals einen Blog eröffnet um meiner Kreativität einfach einen Platz zu schaffen. Ich hab einen ziemlich trockenen Bürojob und in meiner Freizeit fotografiere ich eben gerne, backe und werkel vor mich hin. Ich habe einen Platz zum Mitteilen gesucht und bin eben dabei bei Blogger gelandet. Vier Jahre ist das nun schon her und ich habe nie die Freude daran verloren. Schön, dass Du da bist! :)

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  3. Ich hab das Thema heute auch gesehen und mir schon vorgenommen ebenfalls darüber zu posten. Finde es immer spannend wie andere das so machen und wie sie zum bloggen gekommen sind. :)

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  4. Sehr schön geschrieben, genau so sollte es sein.
    Wenn ich ehrlich bin, ist das bei Blogs wie bei Menschen: Ob man will oder nicht, den ersten Eindruck verschaffen Äußerlichkeiten. Wenn ich merke, dass in einem Blogdesign viel Liebe steckt, bleibe ich gerne länger und schaue mich um. Doch genauso wichtig sind die inneren Werte, also der Inhalt des Blogs. Und auch am Schreibstil merkt man, ob ein Blogger wirklich gerne schreibt, oder ob er den Post einfach niederschreibt und auf "Veröffentlichen" klickt (Ich denke da in erster Linie an offensichtliche Tippfehler, die man beim Korrektur lesen bemerken würde).
    Ich finde, für einen Blog sollte man sich Zeit nehmen und wenn es nicht anders geht, dann ist es eben auch mal eine Weile stiller. Wichtig ist, dass Herzblut drinsteckt, und das hast du, finde ich, sehr gut rübergebracht.

    Liebe Grüße
    Lulu

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  5. wirklich toller post ;9 ich bin auch einer der menschen geworden, die sich fragen, warum sie nicht viel früher mit dem Bloggen angefangen habe. Es ist zu einer nichtwegzudenkenden Lieblingsbeschäftigung geworden, und ich möchte es nicht mehr missen. Die Möglichkeit, seine ganze Kreativität und seine Ideen, seine Inspiration loszuwerden ist einfach unbeschreiblich. Ich bin absolut Vollblut - blogger geworden. Obwohl ich mich allein von der Erfahrung und der Länge die ich blogge nicht mit dir vergleichen kann:)
    trotzdem freue ich mich jedesmal über neue Leser, Kommentare und das Vorbereiten neuer Posts ;)
    einfach ein tolles Hobby für kleine Möchtegernfotografen,-künstler,-köche, -fashionistas :DD

    allerliebste Grüße
    deine Limi ♥
    BUNTGEFLUESTER

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  6. Ich habe mich über die letzten Jahre einfach ans Bloggen gewöhnt, aber irgendwann gemerkt, dass alles zu unstrukturiert war. Mit meinem neuen Blog habe ich mich bei den Themen weiter reduziert, muss aber für neue Artikel auch deutlich mehr recherchieren ... ich schreibe nicht mehr einfach so drauflos. Da kann es auch mal vorkommen, dass ein Weilchen nichts kommt. Ich befasse mich gerne mit Bildung, mit Beratung, mit Tipps, aber gerade wenn man anderen Leuten helfen will, sollte man das mit gutem Gewissen tun können und nicht, weil mal wieder was erscheinen muss. Darum plane ich mittlerweile auch sehr gerne vor - das habe ich früher auch nie gemacht.
    Schon spannend, wie sich alles verändern kann ... bei mir war der große Schnitt übrigens auch das Ende des Studiums: seitdem ist alles etwas komplizierter zu organisieren.
    LG Carolin

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  7. Toll, was du da zusammengeschrieben hast! Du hast einen wirklich tollen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt, aber trotzdem nicht langweilig wird! Normalerweise mag ich solche langen Textblöcke überhaupt nicht, aber deinen habe ich regelrecht verschlungen, haha! :D

    Ich muss zugeben, dass das erste, worauf ich bei Blogs achte nicht der Beitrag selbst ist, sondern das Design des Blogs. Danach kommen meistens die Bilder und die Themen, um denen es geht! :)

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  8. Vielen Dank für diesen Beitrag - es ist total schön, zu sehen, "woher" du kommst und was dein Antrieb ist. Da fühle ich mich bestens verstanden, denn eigentlich ist es bei mir genau gleich. Ab und zu habe ich das Gefühl, dass ich mehr vorplanen sollte, aber je weiter ich vorausplane, desto mehr wird dann auch über den Haufen geworfen...
    Alles Liebe,
    somehowsophie

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  9. Liebe Lisa,
    ein sehr schöner Post, der alles schöne am Blggen deutlich macht - denn es ist ja auch wirklich schön :)
    Aber bei mir war es auch schön. Es war richtig super, und dann habe ich aufgehört. Es gab keinen besonderen Vorfall, nichts. Ich finde bis heute nicht die richtigen Worte, aber vielleicht reicht schon das:
    Ich habe bloggen nie vermisst.
    Das ist traurig aber ehrlich. Und es geht mir auch ohen Blog gut :)

    ♥♥♥
    Elske

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  10. Schön, auch mal "was anderes" von dir zu lesen. Und noch schöner, wie stressfrei und angenehm du das ganze Thema betrachtest - vor allem, da ich in letzter Zeit viele Beiträge von wegen "Bloggen stresst mich, ich denke daran, aufzuhören" auf anderen Blogs lese. Mir geht es da ganz genau wie dir, nur dass ich statt kochen und basteln eher fotografieren und schreiben zu den Beschäftigungen zähle, die ich einfach liebe, und die ich auch ohne Blog tun würde. Nur, dass mich der Blog noch viel mehr dazu motiviert und ich mich freue, Ergebnisse teilen zu können. Und, übrigens, die Zeichnung oben ist supersüß! :)

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