Gnocchi mit Maronen und Äpfeln {Beat the Winter Blues!}

Kennt ihr Inas "Things about your Life"-Projekt? Heute ist auch schon wieder der 20., und diesmal fragt Ina von WhatInaLoves nach einem guten Rezept gegen den Winter Blues..

Nun, mein Number-One-Rezept gegen den Winterblues sind zwei Liter Tee, eine dicke Wolldecke und schlafen bis nachmittags, um möglichst wenig vom Winter mitzubekommen. Und Schaumbäder. Endlos lange Schaumbäder mit ein bisschen Musik.
Wäre Winterschlaf eine Option, wäre ich sofort dabei! Aber weil Winterschlaf leider nicht in meinen Zeitplan passt, gibt's auch von mir heute ein leckeres Rezept, das im Winter besonders gut schmeckt: 
Selbstgemachte Gnocchi mit Maronen, Rosenkohl (der muss nicht dazu! Ich weiß, der gute Rosenkohl hat viele Hater), Champignons und karamellisierten Äpfeln. Grade die karamellisierten Äpfel lassen mich auch jetzt schon von Weihnachten schwärmen.

Es muss im Winter nicht immer nur süß sein, auch ein Herzhaft-Süß-Mix kann sehr lecker sein. Hauptsache warm. Am besten, man schlägt den Winter mit seinen eigenen Waffen: Gerichte mit Saisongemüse! Ha!

Und weil es keinerlei Grund gibt, bei solchen unwirtlichen Temperaturen nach draußen zu gehen (Ich übertreibe! Aber ihr wisst, was ich meine.), könnt ihr genauso gut stundenlang in der Küche stehen und eure Gnocchi selbst machen. Und dazu gibt's leckeres Wintergemüse, Äpfel und Maronen. Und Pilze! Ganz viele Pilze.


Ihr braucht für die Gnocchi:
600g mehligkochende Kartoffeln (MEHLIG!)
150 Gramm Mehl
Salz

Ihr braucht für den restlichen Kladderadatsch:
500 Gramm Rosenkohl
300 Gramm Champignons
300 Gramm Maronen
150 Gramm Cremefine
1 Zwiebel
2 Äpfel
mehrere EL Butter
Thymian
Pfeffer
Salz

1. Es geht los mit den Gnocchi! Wascht zunächst die Kartoffeln und kocht sie etwa 30 Minuten in Salzwasser. Nach der Wartezeit schält ihr sie und drückt sie mit der Kartoffelpresse zu einem schön gleichmäßigen Matsch zusammen. (Denkt dabei an alles, was euch diese Woche schon geärgert hat! Mit Aggressionen geht's schneller. Spaß am Rande!) Verknetet den Kartoffelmatsch mit Ei und Mehl zu einem gleichmäßigen Teig. Nun könnt ihr auch schon anfangen, kleine Gnocchiknödel zu formen. Die typischen Ritzchen könnt ihr mit einer Gabel hineindrücken.

2. Während die Gnocchi abgedeckt auf der Arbeitsfläche ruhen, wascht ihr den Rosenkohl, nehmt die äußeren Blätter ab und schneidet den Strunk unten kreuzförmig ein, damit alles gleichmäßig gar wird. Kocht die Gnocchi 10-15 Minuten gar. Anschließend nehmt ihr ihn heraus und schwitzt ihn in der Pfanne mit Pilzen, der Zwiebel und den Maronen an.


3. Verrührt das Eigelb mit der Cremefine und gebt etwas Salz und Pfeffer hinzu. Diese Mischung könnt ihr anschließend mit den Pilzen, dem Rosenkohl, der Zwiebel und den Maronen mischen.

4. Nun folgt das Highlight: Die Äpfel! Bratet die Apfelscheiben mit etwas Butter an und lasst sie mit etwas Puderzucker karamellisieren. Ein Traum, sag ich euch! 

5. Und bevor wir sie vergessen: Die Gnocchi gebt ihr nun in kochendes Salzwasser und lasst sie brodeln, bis sie von selbst nach oben schwimmen. Das geht in wenigen Minuten. Nun werden die Zutaten zusammengefügt und serviert.


Und das Beste: Wenn man schön lange in der Küche steht, wird so auch die ganze Wohnung richtig schön warm. Also ab in die Küche mit euch! Das gewisse Etwas bekommt das Rezept auf jeden Fall durch die Äpfel. Diese süß-herzhaft Mischung liebe ich ohnehin und auch hier schmeckt's einfach wieder genial. Und alle Rosenkohl-Traumatisierten (Auf Instagram wurde mir schon viel Leid geklagt, als ich nur das Topf-Bild meines Rosenkohls geposted habe! :D) Versucht es noch mal! Rosenkohl ist superlecker. Gebt ihm eine Chance, er hat's nicht so gemeint. Gerade mit den Äpfeln schmeckt das richtig gut und noch mal ganz anders.


Als Nachtisch könnte ich mir aus den restlichen Äpfeln leckere Apfel-Zimt-Streusel-Muffins gut vorstellen. Okay, ich glaube, das muss ich auch mal versuchen. In der Küche zu stehen, ist eigentlich nie verkehrt, weil es vorm Herd oder Backofen einfach noch mal viel wärmer ist als im Rest der Wohnung.

Was ich sonst im Winter liebe, ist zum Beispiel stricken (oder häkeln, wer das lieber mag!). So ist man direkt produktiv und hat am Ende ein tolles Ergebnis, das noch mal wärmer hält - kann man auch super mit einer dicken Wolldecke vorm Fernseher machen. Außerdem kommt Weihnachten immer schneller, als man denkt. Werdet doch schon jetzt kreativ und fangt an, Weihnachtskarten und Co. zu basteln! Am besten, ihr stellt direkt ein paar Teelichter auf. Wenn ihr dann doch mal vor die Tür müsst, nehmt auf jeden Fall eine Thermoskanne mit Tee mit. So könnt ihr euch auch unterwegs aufwärmen.


Wer also Rosenkohl doof findet, Maronen sowieso nicht leiden kann und auf selbstgemachte Gnocchi keine Lust hat, der hat immer noch die Chance, den Winterblues mit leckerem Tee und Wolldecke zu bekämpfen. Oder, und das ist die einfachste Option, gar nicht "blue" zu werden, sondern den Winter mit all seinen Widrigkeiten zu mögen! Denn irgendwo hat ja jede Jahreszeit ihre Vorteile. 
Und welche kann, außer dem Winter, schon von sich behaupten, so etwas Cooles wie Weihnachten zu bieten? Na? Am besten, ihr startet direkt mit den Weihnachtsvorbereitungen und konzentriert euch ganz fest auf "Weihnachten", statt auf "Winter"!

Habt ihr auch gute Ideen gegen den Winter Blues?

Kommentare

  1. Ich suche seit Tagen nach einem leckeren Rezept mit Maronen und nichts stellt mich zufrieden. Das kommt jetzt wie gerufen, ich habe noch soviele Maronen und ein Päckchen Rosenkohl bei mir rumliegen, das Abendessen ist dank dir gesichert :D

    Liebe Grüße
    Bonny von Bonny & Kleid

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    1. Liebe Bonny,

      sehr cool, bist du auch ein Rosenkohl-Fan? Ich wünsch dir guten Appetit, denn ich sag dir, das ist soooo lecker!

      Liebe Grüße
      Lisa

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  2. ich liebe Maronen und auch rosenkohl. Muss das dringend mal testen :-)

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  3. super rezept - perfekt für mich - meinem mann dürfte ich wegen des rosenkohls und der maronen nicht mal in die nähe kommen... aber ich koche mir das einfach mal, wenn er nicht da ist. zu dem rosenkohl gibts dann aber noch ordentlich viel braune butter ;)
    liebe grüße!

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  4. Das sieht super super lecker aus! Und ich liebe alle Zutaten . das muss ich also glatt mal ausprobieren :-)
    LG Tina

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  5. Das sieht sehr lecker aus. Ich habe auch beim Things about your Life Projekt teilgenommen. Vielleicht schaust du mal vorbei: http://frisch-verliebt.blogspot.de/2013/11/things-about-your-life-your-beat-winter.html
    Liebe Grüße,
    Anne von Frisch Verliebt

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  6. Wow, dein Rezept klingt superlecker! Ich liebe es ja, Gnocchi selbst herzustellen. Allerdings gehöre ich in die Fraktion der Anti-Rosenkohler, und müsste mir eine Alternative überlegen. Vielleicht Brokkoli?

    Sehr schöner Beitrag mit wundervollen Fotos! :)

    Alles Liebe,
    Conny

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  7. *leckerschmecker* Ich beate jetzt auch den Winterblues. :-)
    Danke für die leckere Rezeptidee! Und deine Bilder - wie immer - der Hammer.

    LG Vroni

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  8. wow - muss ich unbedingt noch ausprobieren, Gnocchi + Rosenkohl befinden sich schon im Kühlschrank !!

    thx
    bettina

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  9. Lecker....! Nachdem ich grad neulich gelernt hab, Gnochi zu machen, kommt mir so ein winterliches Rezept gerade recht....! :)

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  10. ICH LIEBE GNOCCHI!!!
    Und das schon seit ich denken kann^^ Wir machen zu hause immer Vollkorncnocchi und davon könnte ich jedesmal einfach trilliarden essen ♥
    Super super Rezept - ein Glück das Papa gerade Mittagessen kocht :D

    Liebste Grüße,
    Elske

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